Geschichte des Halfenhauses

Das Halfenhaus wurde 1564 gebaut, der linke Teil des Hauses ist
ein Anbau aus dem Jahre 1968.

Im Jahre 2003 ging das Halfenhaus in meinen Besitz über und
wurde zuerst nur in den oberen 2 Etagen als Wohnhaus renoviert.

Der untere Teil des Hauses, heute das

„Cafe im Halfenhaus“ wurde erst im Frühjahr 2006

hergerichtet.

Das Erdgeschoss war im Jahre 1993, beim Jahrhunderthochwasser,
bis zum Fenstersturz unter Wasser und wurde nach diesem
Naturereignis nur teilweise (Bodenbelag, und Fenster) saniert.

Das Halfenhaus diente in früheren Jahren den Halfen als
Unterkunft für sich und ihre Pferde.

Zur Mittagsrast und am Abend wurde an einer Halferwirtschaft
angefahren. Die Pferde wurden abegeschirrt, und in die Ställe
gebracht, gründlich abgerieben und mit Hafer und Heu versorgt.

Die Halferwirte waren wohl und ganz auf diese Arbeit eingestellt
und versorgten nicht nur die Halfer  und das Schiffspersonal mit
gutem Moselwein und zünftiger Kost, sondern lieferten auch Hafer
und hielten die Ställe peinlich sauber.

Sowohl die Kelten als auch die Römer haben bereits die Mosel mit
Schiffen befahren, bzw. Schiffe getreidelt.

Dies geschah entweder durch Menschenkraft oder man spannte
Ochsen und Pferde vor.

Pferde waren später an der Mosel die bevorzugt verwendeten Tiere
für die Treidelschifffahrt.

Um treideln zu können, mussten brauchbare Pfade möglichst dicht
am Wasser entlang führen.

Diese Wege waren teilweise  gepflastert damit das Hochwasser sie
nicht verschlammte oder sogar fortgespült hat.

An einige Stellen der Mosel kann man heute noch die gepflasterten
Pfade (Rittwege) am Uferrand unter der seichten Wasseroberfläche
erkennen; z. B. zwischen Cochem und Ernst an der linke Uferseite
sowie zwischen Kobern-Gondorf und Winnigen.

Die meisten Treidelpfade sind allerdings im Rahmen der
Moselkanalisierung in den Jahren 1958- 1964 verschwunden.

Was der aufkommenden Dampfschifffahrt nicht gelang,  erreichte 
der Bau der Moseleisenbahn im Jahre 1879, sie bedeutete das Ende
der Halfenschifferei.

So wie damals die Halfenschiffer mit ihren Pferden Rast im
Halfenhaus in Müden machten um sich ein wenig zu entspannen
und zu stärken, würden wir uns freuen wenn Sie uns mit ihren Freunden und
Tieren im „Cafe im HaLfenhaus“ besuchen.

Wir freuen uns auf Sie!

Tina und Bernd Arntz